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	<title>theworldiscalling &#187; Neuseeland</title>
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	<description>marcus on tour</description>
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		<title>Neuseeland &#8211; Pure Nature</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 18:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Travelogue]]></category>

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		<description><![CDATA[In Auckland angekommen, nehme ich den Bus zu einem außerhalb gelegenen Stadtteil und suche in der Dunkelheit Gary´s Haus. Gary ist der Exvermieter von Steffi, die ich aus Deutschland kenne und die mir hier einen Schlafplatz für meinen Aufenthalt vermittelt &#8230; <a href="http://www.theworldiscalling.de/neuseeland-pure-nature">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Auckland angekommen, nehme ich den Bus zu einem außerhalb gelegenen Stadtteil und suche in der Dunkelheit Gary´s Haus. Gary ist der Exvermieter von Steffi, die ich aus Deutschland kenne und die mir hier einen Schlafplatz für meinen Aufenthalt vermittelt hat. Steffi war ein halbes Jahr in Auckland an der Universität und reist nun noch einige Wochen mit einer Freundin in Neuseeland umher. In ein paar Tagen werde ich die beiden auch noch treffen. Gary zeigt mir als erstes einen der 12 inaktiven Vulkane, die sich rund um Auckland befinden und von dem man einen guten Blick auf die Stadt hat. Das Zentrum schaue ich mir danach auch noch an, aber habe nach drei Stunden bereits genug gesehen. Just another city, denke ich nur. Nicht besonders sehenswert. Daher bin ich auch froh, dass es schon am nächsten Tag weiter nach Queenstown und somit auf die Südinsel geht.</p>
<p><span id="more-1564"></span>Am Flughafen &#8211; der wirklich sehr schlecht ausgeschildert ist &#8211; gehe ich zum meinem Abfluggate. Da sich auch nach einer halben Stunde niemand außer mir hier eingefunden hat, bekomme ich leichte Bedenken, checke mein Ticket wiederholt und habe das mulmige Gefühl am falschen Platz zu sein. Das mulmige Gefühl verwandelt sich kurz vor Boarding-Time in Panik und ich renne durch den Flughafen und durch eine Tür die meiner Meinung nach ein anderes Gate anzeigt. In dem Moment wo ich die Tür öffne, ertönt ein schriller Alarmton und ich stehe wieder im Bereich vor dem Security-Check-Inn. Da ich leider keine Zeit habe um mich festnehmen zu lassen, gehe ich einfach wieder zurück und spreche einen Flughafenmitarbeiter an. Es stellt sich heraus, dass meine Uhr falsch geht und eigentlich gar ich nicht im Stress sein müsste. So erwische ich dann auch noch rechtzeitig den Flieger von Air New Zealand und sehe mir zum ersten Mal die Sicherheitseinweisungen des Personals zu Ende an. Diese werden nämlich in Form eines Musikvideos abgespielt und darin gibt US Fitness-Legende Richard Simmons im Aerobicdress die Anweisungen. Wirklich lustig, muss ich später unbedingt bei Youtube suchen.</p>
<p><a href="http://www.theworldiscalling.de/wp-content/uploads/2012/06/DSCN5166-r30.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2670" title="Neuseeland" src="http://www.theworldiscalling.de/wp-content/uploads/2012/06/DSCN5166-r30.jpg" alt="" width="1200" height="900" /></a></p>
<p>Am Airport Queenstown gelandet versichere ich mich erst einmal ob wir nicht nach Österreich geflogen sind, denn es sieht hier fast genauso aus. Einfach atemberaubend. Ich nehme den Bus nach Queenstown und gehe in mein Hostel, welches direkt am Wasser im Zentrum gelegen ist. In meinem Zimmer begrüße ich meine deutsche Reisebekanntschaft Waldi aus Sydney wieder. Zudem ist noch Johann aus Schweden in unserem Raum. Später stößt ein Engländer dazu, an den ich mich eigentlich nur erinnern kann, da er uns morgens um 6 Uhr laut rülpsend und diverse Gerüche verbreitend aufgeweckt hat. Die daraufhin folgende Standpauke dürfte er allerdings auch nicht vergessen haben. Mit Waldi und Johann habe ich eine Menge Spaß und wir machen das Nachtleben von Queenstown unsicher. Johann stellt sich als fabelhafter Musiker heraus und spielt mal eben Mundharmonika mit einem Straßenmusiker. Leider denkt er auch, dass er ein begnadeter Tänzer ist, doch da täuscht er sich. Nach der Vorführung eines von mir heimlich aufgenommen Videos in einem Club, sieht er das dann auch gleich ein und kann zum Glück selber darüber lachen. Ich freunde mich mit Jeanette und Nicky aus Berlin an, die beide im Hostel arbeiten und habe eine Menge Spaß.</p>
<p>Queenstown ist berühmt für seine Funsportaktivitäten. So wurde hier zum Beispiel das Bungeejumping erfunden und man kann den höchsten Sprung der Welt wagen. Da ich jedoch eher auf Aktivitäten stehe, bei denen ich jederzeit selbst die Kontrolle habe, entscheide ich mich für´s Downhill-Biken. Ausgerüstet mit einem hochprofessionellen Bike, Schutzkleidung und einem Gondel-Pass für einen halben Tag stürze ich mich ins Abenteuer. Ich fotografiere vom Startpunkt der Gondel aus die Umgebung und löse in der Station den Pass ein. Beim Einsteigen fällt mir mit Entsetzen auf das ich meine Kamera verloren habe. Ich suche meine Tasche und den Platz an dem ich die letzten Fotos gemacht habe ca. 50mal ab, aber sie bleibt verschwunden. Mir wird schlecht wenn ich an die über 6.000 Bilder denke, die sich inzwischen darauf befinden. Zwar habe ich noch Sicherheitskopien, aber die letzten ungefähr 500 Bilder habe ich noch nicht überspielt. Das ist der absolute Supergau für mich. Nach einer Weile entschließe ich mich sicherheitshalber doch mal in der Gondelstation nachzufragen, ob die Kamera nicht abgegeben wurde. Hoffnung habe ich jedoch nicht wirklich, denn wer gibt schon eine Kamera ab, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Ich erkläre also einem älteren Herrn am Schalter mein Problem, worauf er ziemlich desinteressiert abwinkt. Gerade will ich mich schon umdrehen und gehen, als sein Kollege mich fragt, wie denn die Kamera aussieht. Ich beschreibe ihm das Model und er hält sie tatsächlich in den Händen. Ich kann nicht beschreiben, wie froh ich in diesem Moment bin und ich sehe ein, dass man doch immer zuerst an das Gute im Menschen glauben sollte. Nun fahre ich mit der Gondel auf den Berg und hier bietet sich mir ein spektakuläres Panorama. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen bei den Routen und eine Abfahrt dauert ca. 25 Minuten. Ich fahre nun also den halben Tag immer wieder rauf und runter und gebe das Bike vollkommen fertig und glücklich am Nachmittag ab. Am nächsten Tag habe ich mir eine Fahrt mit einem Jetboat rausgesucht. Das Boot wird von 2 Turbinen angetrieben und kann auf Grund seines geringen Tiefgangs sehr nah am Ufer und in Stromschnellen fahren. Unser Kapitän, der Charles Bronson verblüffend ähnlich sieht, gibt letzte Sicherheitsanweisungen, dreht AC/DC auf und gibt Vollgas. Wir fetzen über den See und biegen auf einen Fluss ab, der immer schmaler und flacher wird. An dieser Stelle hat man viele Szenen der Herr der Ringe-Trilogie abgedreht und ich stelle mir vor, wie schon Legolas und seine Kumpels hier vor uns lang gefahren sind.</p>
<p>Als ich nach dem Ausflug wieder zurück ins Zimmer komme sitzt ein halbnackter Mann auf dem Boden und isst Dosenravioli. Der Geruch der von ihm ausgeht, nötigt mich schon fast dazu den Raum wieder zu verlassen. Er stellt sich als Roger aus Paris vor und kündigt erfreulicher Weise an, jetzt erst mal unter die Dusche zu gehen. Er fragt mich wie lange ich reise und wo ich schon überall gewesen bin (Anm. d. Red.: Das sind die Standardfragen, die einem nach einer gewissen Weile ziemlich auf den Nerv gehen. Mindestens genauso wie die Klischees, dass alle Deutschen Bier und Sauerkraut mögen und im Dirndl rumlaufen. Danke liebes Oktoberfest.). Nachdem ich meine paar Länder aufgezählt habe, erzählt er mir wo er schon überall war und ich komme mir ziemlich bescheuert daneben vor. Er ist 45 Jahre jung, seit 6 Monaten auf Reisen und hat dabei bereits ca. 25 Länder gesehen. Das Beste kommt aber noch – er macht das alles mit dem Fahrrad. Da kommt es auch schon mal vor, dass er ein paar Tage nicht duschen kann, was nun wiederum seinen Anfangs sehr maskulinen Duft erklärt. Ich hole etwas zu Essen aus dem nächsten Supermarkt und als ich wieder komme haben wir Zuwachs in Form von Johanna und Joann aus Malaysia. Ich frage mich, ob sie die Zimmer hier wohl nach Namen vergeben und denke dabei an meinen Ex-Roommate Johann aus Schweden zurück. In den nächsten 5 Stunden versuche ich immer wieder eine angefangene E-Mail zu beenden, aber auf Grund der interessantesten Diskussion ich persönlich seit langem hatte, ist das einfach nicht möglich. Wir unterhalten uns über u.a. über die Eurokrise, die Weltwirtschaft und unsere jeweiligen Länderspezifikationen. Da Johann fast ununterbrochen redet, tippen wir erst darauf, dass sie im Callcenter arbeitet. Sie ist jedoch Lehrerin, was wiederum auch einen Sinn ergibt. Leider verlassen uns die Mädels schon am nächsten Tag und Roger zieht ebenfalls am darauf folgenden weiter.</p>
<p>Am Tag meiner eigenen Abreise gehe ich morgens noch mit Jeanette bei schönstem Wetter Kajak fahren. Dann wartet auch schon mein Flieger auf mich, der mich über Christchurch nach Nelson bringt. Im Flieger sitze ich in der letzten Reihe und die Tür zum Laderaum steht noch offen als hinter mir 1.500 kleine Küken eingeladen werden, die lautstark auf sich aufmerksam machen. Na da ist die Bordverpflegung ja schon mal gesichert.</p>
<p>In Nelson angekommen holen mich Steffi und Sonja ohne das versprochene Welcome-Schild, aber mit einem sehr interessanten Subaru Kombi ab, dessen Turbo alle paar Sekunden Krach macht. Wir fahren in eines der ungewöhnlichsten Hostel, die ich bis jetzt gesehen habe – Old McDonalds Farm. Hier gibt es Alpakas, Pferde und einiges mehr an lustigen Animals. Mein Raum besteht einzig und allein aus einem kleinen Container in dem nur ein Bett steht, sonst nichts. Es gibt sogar ein Dixi-Klo und einen Duschcontainer. Hier macht das Leben Spaß. Wir erzählen uns allerlei Geschichten bei Jim Beam-Cola und Wein, bevor wir mitten in der Nacht bei einem sehr schönen Vollmond ins Bett gehen. Also ich ins Bett, die Mädels auf ihre Matratze im Zelt.</p>
<p><a href="http://www.theworldiscalling.de/wp-content/uploads/2012/06/DSCN5499-r30.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2705" title="Neuseeland" src="http://www.theworldiscalling.de/wp-content/uploads/2012/06/DSCN5499-r30.jpg" alt="" width="1200" height="900" /></a></p>
<p>Am nächsten Morgen stehen wir sehr früh auf um rechtzeitig am Startpunkt des Wassertaxis zum Abel-Tasman Nationalpark zu sein. Hier machen wir die nächsten Tage einen Walk, der als besonders schön angepriesen wird, da es meistens an der traumhaften Küste entlang geht. Das Wassertaxi setzt uns an einem einsamen Strand ab und wir legen uns erst mal in die Sonne. Wir müssen nämlich auf Low-Tide (Anm. d. Red.: Ebbe) warten, da sonst einige Stellen auf unserem heutigen Weg nicht zu überqueren sind. Am ersten Tag laufen wir ca. 17 km und ich als ich die vielen Leute unterwegs mit ihren kleinen Fahrradrucksäcken sehe, frage ich mich schon, warum ausgerechnet ich gerade über 20 kg auf dem Rücken trage. Diese Frage stelle ich mir erst recht gegen Abend, als wir an unserem Tagesziel angekommen sind und ich fast zusammen breche. Ich nächtige in einer Hütte mit riesen Etagenbetten, ohne Strom und mit ca. 20 Leuten im Zimmer. Eine Dusche gibt es auch, allerdings nur mit Kaltwasser und mitten im Wald. Die Mädels bauen ihr Zelt auf dem Zeltplatz auf, der ca. 400 m entfernt auf einer Landzunge liegt. Steffi holt sich noch etwas bei mir in der Hütte ab und wir quatschen ein wenig. Als sie wieder zum Zelt gehen will schreit sie plötzlich „Marcus, dass Wasser ist da!“. Zwischen der Hütte und dem Zeltplatz hat inzwischen High-Tide (Anm. d. Red.: Flut) eingesetzt und sie müsste jetzt schon schwimmen um hinüber zu gelangen. Aber keine Panik &#8211; nach kurzer Suche finden wir doch noch einen Weg durch den dunklen Wald, der über Umwege zum Zeltplatz führt. Etwas mulmig ist Steffi zwar schon zu mute, aber ich bin ja dabei. Als etwas neben uns raschelt, entpuppt es sich erfreulicher Weise nicht als Alligator wie zuerst vermutet, sondern als kleines Opossum. Auf dem Rückweg ist mir allerdings auch mulmig, so mit einer kleinen Taschenlampe im dunklen Dschungel. Nicht das die Tiere sich noch erschrecken. Nach einer schlaflosen Nacht meinerseits, da in meinem Raum tatsächlich mindestens 5 Personen gleichzeitig geschnarcht haben, werden die nächsten 12 km in Angriff genommen. Diese sind nicht minder leicht und so freuen sich meine Füße, als wir es gegen späten Nachmittag endlich geschafft haben. Sonja, ihres Zeichens Sportskanone, möchte unbedingt noch einen Tag weiter laufen und ich fahre mit Steffi und dem Wassertaxi zurück zu unserem Ausgangspunkt. Wir suchen uns ein neues Hostel und lernen gleich den Betreiber Hans kennen. Hans kommt aus Wuppertal, ist Karnevalsfan, trinkt gerne mal abends Einen mit seinen Gästen und versucht sie zu positiven Bewertungen auf einer Internetplattform zu überreden.</p>
<p><a href="http://www.theworldiscalling.de/wp-content/uploads/2012/06/CIMG7171-r30.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2625" title="Neuseeland" src="http://www.theworldiscalling.de/wp-content/uploads/2012/06/CIMG7171-r30.jpg" alt="" width="1200" height="900" /></a></p>
<p>Am nächsten Tag holen wir Sonja ab und fahren nach Blenheim. Hier findet das Marlborough Wine Festival statt, dass wir gemeinsam mit Phil und Jodie besuchen, die zwei neuseeländische Freunde von Steffi sind. Das Wine Festival startet morgens um 10 Uhr und geht bis zum frühen Abend. Alle Winzer aus der berühmten Weinanbaugegend, sind hier mit einem Stand vertreten. Wir haben eine Menge Spaß und testen mindestens die Hälfte aller Stände durch. Danach landen wir noch auf einer Jägermeisterparty mit einem talentierten MC, wo wir als einzige die Tanzfläche rocken und gehen mit einem Lächeln auf den Lippen ins Bett. Phil ist stolzer Bootsbesitzer und hat uns für den nächsten Tag zu einem Ausflug in die Sounds eingeladen. Wir besuchen u.a. eine Vogelinsel und sehen unterwegs einen großen Schwarm Delphine. Ein sehr beeindruckendes Schauspiel.</p>
<p>Mit dem Gefühl, eindeutig zu wenig Zeit in Neuseeland verbracht zu haben, steige ich in meinen Flieger nach Auckland. Von hier geht direkt im Anschluss mein Flug nach Fiji und ich bin schon gespannt darauf was ich hier wohl alles erleben werde.</p>
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