Ich packe meine Koffer und nehme mit..

In einem Weltreiseforum bin ich auf die dort geposteten Vorbereitungszeiten Gleichgesinnter gestossen. Soso. 2 – 2,5 Jahre also!? Hm.. Mal kurz nachrechnen – der erste flüchtige Reisegedanke kam mir im April, dann das erneute Aufgreifen der Idee und Beginn der Vorbereitungen ab Ende August, Ende November gehts nun los – insgesamt ca. 3 Monate.. Ich hab ein gutes Gefühl!

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Abschiedsfeierei

Die Reaktionen der Familie/Freunde/Bekannten/Arbeitskollegen zu meinem Vorhaben waren ganz interessant. Von “Waaas? 4 lange Monate!?” bis “Ach so, dann biste ja schon bald wieder da.”, war eigentlich alles dabei. Die meisten haben sich ehrlich für mich gefreut und finden die Idee gut. Manche halten mich dabei für etwas verrückt, aber auch das finde ich gut, denn da ist ja vielleicht etwas dran. Am Besten finde ich jedoch das Gefühl, so viele tolle Menschen in meinem Leben zu haben, auf deren Unterstützung ich mich jederzeit verlassen kann – auch wenn ich mal wieder einen recht spontanen Einfall habe, der dann natürlich sofort realisiert werden muss..

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Abflug über London nach Hong Kong

Dienstag, 29.11.2011; “The beginning”.

Aha. So fühlt es sich also an, wenn man mit der Gewissheit aufsteht, das man 4 Monate lang nicht in seinem eigenen Bett schläft und mehrere Kontinente bereist. Komisch, gestern hat es sich nicht viel anders angefühlt. Und dann muss ich ja auch noch ein paar Mails beantworten und Exel-Tabellen pflegen. Und Anrufe tätigen und.. Ich sehe schon, dass wird noch eine Weile dauern, bis sich das gewünschte Reisefeeling einstellt.

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Hong Kong – Stadt der Gegensätze

Nach mehr als 22 locker fluffigen Stunden Flug, sehne ich mich nach einer Physiotherapie und der wieder einsetzenden Durchblutung meiner Gliedmaßen. Mein Sitznachbar ist einen halben Meter kleiner und erfreut sich offensichtlich bester Dinge. Noch im Flugzeug muss ich u.a. einen Zettel für zu verzollende Waren ausfüllen und stelle mit Erstaunen fest, dass nur 19 Zigaretten eingeführt werden dürfen. Beim Öffnen meines Daypacks streift mein Blick die 3 Schachteln Marlboro, die ich in Deutschland eingesteckt hatte und ich gehe kurz in Gedanken die vorhandenen Möglichkeiten durch.

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Bali – Insel der Götter

Bis kurz vor Abflug aus Hong Kong habe ich Bedenken, ob nicht doch noch ein Sumo-Ringer neben mir Platz nimmt, jedoch werden meine Gebete erhört und ich habe die Sitzreihe ganz für mich alleine. Der Flug nach Bali verläuft somit entspannt. Der International Airport in Denpasar, auf dem das Flugzeug nach knapp 5 Stunden Flug nun zur Landung ansetzt, erinnert auf Grund seiner Größe eher an einen verlängerten Hubschrauberlandeplatz. Mit einem abrupten Abbremsmanöver, welches sich unser Pilot auf jeden Fall auf einem Flugzeugträger antrainiert haben muss, kommen wir rechtzeitig zum Stehen und der nächste Teil des Abenteuers kann beginnen.

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Australien – Land Down Under

Nachdem ich meinen Sitzplatz im Flugzeug eingenommen und das kleine Mädchen neben mir – übrigens das süßeste welches ich bis dato je gesehen habe – mit High five begrüßt habe, schließe ich meine Augen und versuche etwas zu schlafen. Die vergeblichen Versuche sind allerdings jedes Mal nur von ca. 10 Sekunden Dauer, denn spätestens dann werde ich von meiner kleinen Sitznachbarin Amy in die Seite geboxt. Auf ihrem iPod höre ich nun also ihre Lieblingslieder, schaue mir die Urlaubsfotos ihrer Familie an und muss raten wie alt jedes einzelne Familienmitglied der offensichtlich sehr großen Familie ist. Sie kann gar nicht fassen, dass ich mit meinen Schätzungen immer richtig liege und ich verrate ihr, dass ich in meinem Land ein sehr berühmter Zauberer bin, was sie mir auch sofort abnimmt. Zu meinem Glück bemerkt sie nicht, dass mir ihre Mutter hinter ihrem Rücken die ganze Zeit das Alter per Handzeichen durchgibt. Als sie irgendwann einschläft liegt sie an meiner Schulter und somit bewege ich mich die folgenden 4 Stunden keinen Zentimeter, um sie nicht aufzuwecken. Dem entsprechend gut erholt lande ich in Sydney und wir winken uns zum Abschied zu.

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Neuseeland – Pure Nature

In Auckland angekommen, nehme ich den Bus zu einem außerhalb gelegenen Stadtteil und suche in der Dunkelheit Gary´s Haus. Gary ist der Exvermieter von Steffi, die ich aus Deutschland kenne und die mir hier einen Schlafplatz für meinen Aufenthalt vermittelt hat. Steffi war ein halbes Jahr in Auckland an der Universität und reist nun noch einige Wochen mit einer Freundin in Neuseeland umher. In ein paar Tagen werde ich die beiden auch noch treffen. Gary zeigt mir als erstes einen der 12 inaktiven Vulkane, die sich rund um Auckland befinden und von dem man einen guten Blick auf die Stadt hat. Das Zentrum schaue ich mir danach auch noch an, aber habe nach drei Stunden bereits genug gesehen. Just another city, denke ich nur. Nicht besonders sehenswert. Daher bin ich auch froh, dass es schon am nächsten Tag weiter nach Queenstown und somit auf die Südinsel geht.

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Fiji – Perle im Südpazifik

Auf dem Flug mit Air Pacific nach Fiji erlebe ich zum ersten Mal das eine Stewardess die Passagiere fragt ob ein Arzt anwesend ist. Mein erster Blick geht Richtung Cockpit und ich hoffe stark, dass unserem Flugkapitän nicht übel geworden ist. Es ist allerdings ein Passagier der Business-Class, der auf irgendetwas im Essen allergisch reagiert und dessen Kopf inzwischen auf die Größe eines Fußballs angeschwollen ist. Tatsächlich ist auch ein Arzt an Bord und dem armen Mann wird geholfen. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Vor der Einreise habe ich noch 10 verschiedene Fragekarten auszufüllen und stehe lange in einer Warteschlange. Die Gesichter der anwesenden Beamten sind durchaus aus grimmig zu bezeichnen. Ein interessanter Kontrast, da direkt daneben eine Band mit Blumenketten um den Hals fröhliche Musik spielt.

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Hawaii – Aloha und Mahalo

Der Flug nach Hawaii ist auf Grund einer Schlechtwetterfront etwas turbulent. Bei unserer Zwischenlandung auf den Weihnachtsinseln erlebe ich zum ersten Mal wie 20 DEA-Beamte (Anm. d. Red.: Amerikanische Drogenfahndung), mit Spürhunden das Flugzeug stürmen und komplett auseinander nehmen. Meine TicTacs haben sie trotzdem nicht gefunden. Alison ist noch immer ziemlich im Redefluss und stoppt auch nicht als ich vor Müdigkeit meine Augen nicht mehr offen halten kann und einschlafe. Am Flughafen in Honolulu angekommen fragt sie mich wie meine weiteren Pläne aussehen. Ich entgegne ihr, dass ich erst einmal die nächsten 4 Tage in Honolulu bleiben werde und dann weiter nach Maui fliege. Sie rät mir dazu mein Vorhaben zu ändern um nach Kauai, der angeblich schönsten Insel Hawaii´s zu reisen, wo sie ein Haus hat in das sie mich einlädt. Ich danke ihr und sage, dass ich gerne darüber nachdenken werde. Wir verabschieden uns und ich nehme den Shuttlebus zu meinem Hostel, direkt am Waikiki-Beach in Honolulu gelegen.

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Rückkehr

Als ich meinen Fuß nach 4 Monaten das erste Mal wieder auf deutschen Boden setze, fühlt es sich schon etwas komisch an. Aber gewohnt, vertraut und gut. In Gedanken lasse ich die Begegnungen mit den verschiedenen Leuten Revue passieren, die ich unterwegs getroffen habe. Bei 95 Menschen, mit denen ich mehr als nur zwei Sätze gewechselt habe, höre ich auf zu zählen.

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